Sorge ein malerischer kleiner Ort im Harz
Woher stammt nur dieser Name, mag sich so manch einer gefragt haben,
der den hübschen Bergort im Harz an der niedersächsischen
Grenze in der Nähe von Braunlage besucht hat. Und insbesondere
deswegen, weil eine Verbindungsstraße direkt ins Elend bzw.
nach Elend führt.
Entweder stammt der Name Sorge für den Ort tatsächlich
von den Sorgen der damaligen Zeit bei der Ortsgründung oder
er leitet sich aus dem mittelhochdeutschen Wort Zarge, was so viel
wie Grenze bedeutet, ab.
Wofür Sie sich auch immer entscheiden, Sorge ist ein malerischer
kleiner Ortsteil der Stadt Oberharz am Brocken in Sachsen-Anhalt
und liegt im Tal der warmen Bode umgeben von den typischen Harzer
Fichtenwäldern. Auch dieser Erholungsort im Harz ist aus einem
früheren Bergbauort entstanden und von einem weitverzweigten
Netz an Wanderwegen umgeben. Zu erkunden gibt es in der Nähe auch den Gondelteich mit Grillplatz, einen Kinderspielplatz und einen kleinen Wasserfall. Und im Winter ist Zeit für den
Wintersport.
Harzer Schmalspurbahn schön
altmodisch und immer unter Dampf
Fahren Sie doch einmal mit der Harzer Schmalspurbahn bis zum Brocken,
dem höchsten Berg im Harz. Eine Fahrt mit der historischen,
dampfbetriebenen Harzer Schmalspurbahn ist eine beliebte Attraktion
im Harz. In Sorge befindet sich ein Bahnhof, an dem die Harzer Schmalspurbahn auf dem Weg zum Brocken einen Halt macht.
Freiland Grenzmuseum beeindruckende
Zeitgeschichte
In der Nähe von Sorge, direkt an der ehemaligen innerdeutschen
Grenze, befindet sich das Freiland Grenzmuseum und erinnert an die
Zeit des geteilten Deutschlands. Ein kleiner Abschnitt mit original
Relikten aus der Zeit der deutsch-deutschen Grenze führt den
Besuchern mit dem Stacheldraht-Signalzaun, der früheren Hundelaufanlage,
der ehemaligen Sperrzone und einem alten Grenz-Beobachtungsturm
die Absurdität der damaligen Situation vor.
    

Naturkunstwerk Ring der Erinnerung immer wieder
neu
Der Ring der Erinnerungen ist ein vom Künstler Herman Priganns geschaffenes
ringförmig angeordnetes Landschaftskunstwerk aus abgestorbenen
Hölzern, das im Laufe der Zeit verrottet und wieder Raum für
neuen Bewuchs schafft. Auf dem ehemaligen deutsch-deutschen Grenzstreifen ist ein Kunstwerk entstanden, das viele Assoziationen weckt.
Auf der einen Seite steht es als Hinweis auf die ökologische Problematik unserer Zeit, auf der anderen Seite symbolisiert es die Vereinigung der beiden deutschen Staaten. Der Ringwall wurde aus abgestorbenen Bäumen der Umgebung gebaut. Die Textsteine AER, AQUA, FAUNA, FLORA und in der Mitte des Platzes TERRA erinnern an den ökologischen Zusammenhang alles Seins auf der Erde. Im Inneren des Platzes wurden neun der alten Grenzpfosten erhalten. Auch sie sind eine Erinnerung an die lange Zeit der Trennung Deutschlands.
   
Harzer Grenzweg Wandern am grünen
Band
An der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze entlang verläuft
der Harzer Grenzweg und verknüpft beeindruckend das Wandern
auf einer abwechslungsreichen Route durch die Harzer Natur mit deutscher
Zeitgeschichte.

Wandern entlang der Harzer Bachtäler
Die Harzer Bachtäler sind ein Naturschutzgebiet in Sachsen-Anhalt
auf einer Fläche von 1.301 Hektar. Zahlreiche Bäche durchqueren
das Tal der Warmen Bode und laden zu idyllischen Wandertouren an
den Bachläufen entlang ein.
|